In der Luft- und Raumfahrtindustrie ist jedes Datenelement mit einer Zertifizierung verknüpft. Jeder Wartungsnachweis, jede Designprüfung, jeder Qualitätsbericht ist Teil einer Rückverfolgbarkeitskette, die Behörden jederzeit prüfen können. Diese Systeme in die Cloud zu migrieren ist kein konventionelles IT-Projekt: Es ist eine Operation, bei der ein Planungsfehler die Zertifizierung der gesamten Organisation gefährden kann.
Dennoch verursacht der Betrieb dieser Systeme auf On-Premise-Infrastruktur wachsende Kosten, die viele deutsche Aerospace-Unternehmen nicht mehr rechtfertigen können. Server mit über zehn Jahren Betriebszeit, Disaster-Recovery-Pläne, die nie getestet wurden, und IT-Teams, die sich der Hardware-Wartung widmen statt Geschäftswert zu generieren.

Das regulatorische Dilemma
Kritische Systeme in der Luftfahrt — PLM, MRO, Qualitätsmanagement, technische Dokumentation — unterliegen Standards wie AS9100, EASA Part 21 und Part 145 sowie in vielen Fällen Informationssicherheitsanforderungen wie TISAX oder nationalen BSI-Vorschriften. Jede Änderung an der Infrastruktur, die diese Systeme unterstützt, muss nachweisen, dass Datenintegrität, Verfügbarkeit und Rückverfolgbarkeit unverändert bleiben.
Dies erzeugt die weit verbreitete Wahrnehmung, dass Cloud und Aerospace-Zertifizierung unvereinbar sind. Das sind sie nicht — aber die Migration erfordert einen spezifischen Ansatz, den die meisten Cloud-Anbieter nicht beherrschen.
Die Hauptherausforderungen sind dreifach: Gewährleistung der Rückverfolgbarkeitskette während und nach der Migration, Nachweis gegenüber Auditoren, dass die Cloud-Umgebung dieselben Kontrollen erfüllt wie On-Premise, und Aufrechterhaltung des Betriebs ohne Unterbrechung während der Umstellung.
Migration ohne Zertifizierungsrisiko
Die Migrationsstrategie in der Luftfahrt kann nicht demselben Playbook folgen wie in anderen Branchen. Principal33 wendet einen vierstufigen Ansatz an, der speziell für zertifizierte Umgebungen entwickelt wurde.
In der ersten Stufe, dem regulatorischen Assessment, werden Systeme nach ihrer Kritikalität für die Zertifizierung klassifiziert. Nicht alle Systeme erfordern dasselbe Kontrollniveau: Ein PLM mit Designdaten unter EASA Part 21 hat andere Anforderungen als ein internes Reporting-System. Diese Klassifizierung bestimmt die Migrationsstrategie für jede Anwendung.
In der zweiten Stufe wird die Cloud-Architektur mit von Anfang an integrierten Compliance-Kontrollen entworfen. Dazu gehören Verschlüsselung bei Transit und Speicherung, native Audit Trails, Datensegregation, Backup und DR mit dokumentierten RPO und RTO, die an die Zertifizierungsanforderungen angepasst sind.
Die dritte Stufe ist die phasenweise Migration, beginnend mit Systemen geringerer regulatorischer Kritikalität. Jede Phase umfasst Datenintegritätsvalidierung, Rückverfolgbarkeitstests und, wo erforderlich, eine Überprüfung durch das Qualitätsteam vor der Produktivnahme.
Die vierte Stufe, Stabilisierung und Audit-Readiness, stellt sicher, dass die gesamte Änderungsdokumentation, Validierungsnachweise und aktualisierten Verfahren vor dem ersten Post-Migrations-Audit bereitstehen.
Praxisfall: deutscher Aerospace-Zulieferer
Ein Tier-1-Zulieferer mit Sitz in Hamburg betrieb sein PLM-System und seine Qualitätsmanagement-Plattform auf lokalen Servern mit über zwölf Jahren Betriebszeit. Die jährlichen Infrastrukturkosten überstiegen 600.000 Euro, DR war theoretisch und das letzte EASA-Audit hatte zwei Beobachtungen zur Systemverfügbarkeit ergeben.
Principal33 führte die Migration zu Azure in elf Monaten mit einem achtköpfigen Squad durch: ein Senior Cloud Architect mit Aerospace-Erfahrung, ein AS9100-Compliance-Spezialist, zwei Mid-Level Cloud Engineers, zwei Mid-Level Developer für Integrationen, ein QA Engineer und ein PM.
Zuerst wurde das Qualitätsmanagementsystem migriert und nach Validierung das PLM. Ergebnisse nach zwölf Monaten im Produktivbetrieb: Infrastrukturkosten um 45 % reduziert (von 600.000 auf 330.000 Euro jährlich), Verfügbarkeit von 99,95 % gegenüber zuvor 98,8 %, operatives DR mit vier Stunden RTO und fünfzehn Minuten RPO, null Beobachtungen im Post-Migrations-EASA-Audit und Generierungszeit für Qualitätsberichte um 60 % reduziert.
Warum Principal33
Cloud Migration in der Luftfahrt erfordert einen Partner, der sowohl die Technologie als auch den regulatorischen Rahmen versteht. Principal33 kombiniert AWS- und Azure-zertifizierte Cloud-Architekten mit Beratern, die AS9100, EASA Part 21 und Part 145 sowie TISAX kennen.
Hybride Squads mit Senior-Profilen, die Architektur und Compliance führen, Nearshore aus Rumänien mit Büropräsenz in Düsseldorf, ISO 9001- und ISO 27001-Zertifizierungen sowie eine Erfolgsbilanz von null regulatorischen Feststellungen bei Cloud-Migrationen für zertifizierte Branchen.
Sind Ihre kritischen Systeme bereit für die Cloud?
Unser Team in Düsseldorf bietet ein kostenloses Cloud Readiness Assessment für Aerospace-Umgebungen: Systembewertung, regulatorische Risikoanalyse und Migrations-Roadmap. Unverbindlich.
Principal33 – Nearshore-IT-Partner für deutsche Unternehmen. Büros in Düsseldorf, Cluj-Napoca, Brașov, Târgu Mureș und Valencia.

